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Rheinische Kirche

Frankfurter Akademie-Direktor Latzel wird rheinischer Präses

EKiRThorsten LatzelThorsten Latzel

Vom Main an den Rhein: Der Direktor der Evangelischen Akademie Frankfurt, Thorsten Latzel (50), ist am Donnerstagnachmittag zum Präses der rheinischen Kirche gewählt worden. Er tritt die Nachfolge von Manfred Rekowski an. Latzel ist der erste Nicht-Rheinländer, der das Spitzenamt in der benachbarten evangelischen Kirche antritt.

EKHN/RahnAkadmiedirektor Latzel bei der EröffnungThorsten Latzel in der Evangelischen Akademie

Der Direktor der Evangelischen Akademie Frankfurt, Thorsten Latzel (50) ist am Donnerstagnachmittag zum neuen Präses der rheinischen Kirche gewählt worden. Er soll das Spitzenamt der zweitgrößten EKD-Gliedkirche schon am 20. März antreten. Der 62-jährige Manfred Rekowski geht nach achtjähriger Amtszeit in den Ruhestand. Die Wahl fand online statt. Latzel ist der erste Präses, der nicht aus dem rheinischen Kirchengebiet stammt.

Hessen-Nassau verliert einen profilierten Theologen 

Hessen-Nassaus Stellvertretende Kirchenpräsidentin Ulrike Scherf gratulierte dem künftigen Präses der rheinischen Kirche, Thorsten Latzel, zum Wahlsieg. „Ich freue mich sehr über die Wahl Thorsten Latzels zum Präses unserer Nachbarkirche. Leider verlieren wir als hessen-nassauische Kirche damit gleichzeitig einen ausgesprochen profilierten Theologen.“ Nach Worten der Stellvertretenden Kirchenpräsidentin der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau hat Latzel als Direktor der Evangelischen Akademie Frankfurt in seiner siebenjährigen Amtszeit „Großes geleistet“.

Deutliche Akzente in Frankfurt und darüber hinaus gesetzt 

Latzel  habe den „Neuaufbau der Akademie im Zentrum Frankfurts maßgeblich vorangetrieben und in seiner Arbeit  immer wieder deutliche theologische Akzente zu aktuellen Fragen gesetzt“. Zuletzt sei die Akademie in der Coronakrise deutschlandweit als Vorbild für eine digitale Gestaltung von Veranstaltungen genannt worden. „Ich freue mich nun auf die Begegnungen in neuen Rollen und wünsche ihm Gottes Segen für die herausfordernde Arbeit“. so Scherf.

Viele Verbindungspunkte zwischen Rheinland und Hessen-Nassau

Die hessen-nassauische und die rheinische Kirche sind territorial eng miteinander verbunden. So grenzen ihre Gebiete in Hessen und Rheinland-Pfalz oft unmittelbar aneinander. Daneben gehört beispielsweise das mittelhessische Wetzlar kirchlich zum Rheinland.

 

Wahlrede: Konsequent von den Menschen her denken

Kirche müsse konsequent von den Menschen her denken, hatte Latzel in seiner Vorstellungsrede auf der rheinischen Synode vor den Abgeordneten aus den 37 Kirchenkreisen in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Hessen und dem Saarland gesagt. Es gehe nicht um die Frage „Wie kommen die Leute zu unseren Angeboten?“, sondern: „Was können wir tun, um Menschen in ihrem Leben und Glauben zu stärken? Dazu müssen wir sie fragen: persönlich, zu Hause. Und wir sollten mit den 20- bis 40-Jährigen anfangen.“

Latzel setzt sich klar bei der Wahl durch 

Neben Latzel waren Almut van Niekerk, seit 2016 oberste Theologin des Kirchenkreises „An Sieg und Rhein” sowie Reiner Knieling. Leiter des das Gemeindekolleg der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) in Neudietendorf bei Erfurt angetreten. Latzel setzte sich im ersten Wahlgang mit 113 Stimmen gegen seine Mitbewerberin und seinen Mitbewerber durch: Almut van Niekerk, Superintendentin des Kirchenkreises An Sieg und Rhein, erhielt 57 Stimmen. Auf Professor Dr. Reiner Knieling, Leiter des Gemeindekollegs der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) in Neudietendorf, entfielen 17 Stimmen. Der neue Präses wird am 20. März in sein Amt eingeführt. 

Zur Person Thorsten Latzel

Thorsten Latzel ist seit 2013 Direktor der Evangelischen Akademie in Frankfurt am Main. Zuvor war er ab 2005 im Kirchenamt der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) in Hannover Referent für Struktur- und Planungsfragen und leitete das Projektbüro des Reformprozesses „Kirche im Aufbruch”. Von 2000 bis 2005 arbeitete er als Vikar in der Gemeinde Rodenbach, im Anschluss als Pfarrer in der Gemeinde Erlensee-Langendiebach bei Hanau. Im hessischen Biedenkopf geboren und in Bad Laasphe im Kreis Siegen-Wittgenstein aufgewachsen, studierte Latzel Evangelische Theologie in Marburg und promovierte in Heidelberg. Latzel ist auch Mitglied der EKD-Bildungskammer. Als zentrale Aufgabe von Kirche sieht er an, glaubhaft von Gott zu reden und protestantische Perspektiven in die Gesellschaft einzubringen. Neben

Hintergund: Kirche im Rheinland

Die Evangelische Kirche im Rheinland ist mit 2,45 Millionen Mitgliedern zwischen Niederrhein und Saar die zweitgrößte der 20 Landeskirchen in Deutschland. Die 37 Kirchenkreise und 668 Gemeinden liegen in den vier Bundesländern Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland und Hessen. Leitender Theologe ist der Präses (lateinisch: Vorsitzender), der die Kirche in der Öffentlichkeit vertritt und den Vorsitz in Landessynode und Kirchenleitung ausübt. Er wird für acht Jahre gewählt.


Mehr zur Wahl auf der Seite der rheinischen Kirche >> hier 

Mit Material von epd
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