Medienhaus der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau GmbH

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Die Medienhaus der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau GmbH ist eine gemeinnützige Gesellschaft und die zentrale Adresse für Publizistik und Medienarbeit in der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau.

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hr1 Sonntagsgedanken

Feuer – das Element der Kraft

Karsten Fink / MedienhausPortraitfoto: Pfarrerin Ksenija AuksutatPfarrerin Ksenija Auksutat

In diesen Tagen werden an vielen Orten in Hessen die Weihnachtsbäume eingesammelt. An manchen Orten werden sie kompostiert. An anderen zu großen Stapeln aufgetürmt und abgebrannt. Wo ich wohne, hat das vorigen Samstag die Jugendfeuerwehr gemacht. Und natürlich mit den Erwachsenen der Freiwilligen Feuerwehr aufgepasst, dass nichts passiert.

Ich bin wie viele andere hingegangen und war fasziniert von dem großen Stapel Tannenbäume, der da aufgestapelt worden war und den Flammen, die bis zum Himmel hoch aufloderten.

Das Feuer gilt seit alters als Himmelsmacht. Und seit Menschen gelernt haben, das Feuer zu nutzen, wurde es zum Inbegriff der Kultur. Das Feuer wärmt, es schützte vor wilden Tieren und man kann damit Speisen zubereiten. Das Feuer war traditionell die Mitte der menschlichen Gemeinschaft. Es zu hüten war über Jahrhunderte hinweg eine große Kunst. Unsere Vorfahren wussten noch, wie man ein Feuer entfacht, wie man das Feuer hütet, dass man dazu Holz schlagen, trocknen, holen und nachlegen muss. An vielen Stellen in der Bibel ist vom Feuer die Rede. In einer berühmten Geschichte gibt sich Gott sogar im Feuer zu erkennen, dem Mose im brennenden Dornbusch.

Die Kraft des Feuers gehört also zur gemeinsamen Erinnerung der Menschheit. Ein Lagerfeuer zieht bis heute viele Menschen an. Man kann um das Feuer herumstehen, Stockbrot backen oder sich einfach wärmen lassen. Kinder und auch manche Erwachsene lieben es, in der Glut herum zu stochern, Scheite nachzulegen, das Feuer in Gang zu halten. Nicht umsonst gilt das Feuer als eines der Grundelemente wie Wasser, Erde und Luft.

Ohne Feuer, ohne Wärme gäbe es kein Leben. Und darum spricht man auch in Bildern vom Feuer, wenn davon die Rede ist, was Menschen fühlen und was sie tun. Bis heute reden wir vom Feuer der Leidenschaft, von glühender Liebe, aber auch von brennendem Hass. Das macht schon deutlich, dass man das Feuer gut kontrollieren muss. Auch das eigene Feuer...

 

Die kompletten Sonntagsgedanken von Pfarrerin Ksenija Auksutat gibt es
ab dem 19. Januar 2020, 8 Uhr, zum Nachlesen auf kirche-im-hr.de

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